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Kategorie: Palästinenische Wirtschaft

Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2008 und in den ersten Monaten des Jahres 2009 ist in den Palästinensischen Gebieten düsterer ausgefallen, als durch den Start des Palästinensischen Reform- und Entwicklungsplans (PRDP) erhofft wurde. Das in der Westbank verzeichnete Wachstum wurde durch die von Israel auferlegten Restriktionen behindert, im Gazastreifen haben internationale Isolation und ständige Gefechte mit Israel zu einer Verschlechterung der allgemeinen Lage geführt. Diesen schwierigen Bedingungen zum Trotz wurde für das Jahr 2008 ein Anstieg des BIP von 2 % gegenüber dem Vorjahr errechnet.
Trotz der Anlaufschwierigkeiten des PRDP prognostiziert der IWF der Westbank für das Jahr 2009 eine positive Wirtschaftsentwicklung. Viele Reformen beginnen jetzt zu greifen und aktiv Veränderungen in den Palästinensischen Gebieten zu bewirken. Die neu strukturierten Institutionen arbeiten jetzt effektiv und die überarbeiteten  Regelungen für den Finanzsektor sind größtenteils eingeführt. Die auf dieser Basis vom IWF vorhergesagten Wachstumswerte belaufen sich auf 7 bis 8 % in der Westbank. Der Gazastreifen ist von dieser optimistischen Prognose ausgenommen, hier wird aufgrund der ungeklärten politischen Situation eine weiteres Jahr mit wirtschaftlicher Stagnation erwartet. 
Die größten Erwartungen sind mit dem sich langsam erholenden Bausektor verknüpft. Es befinden sich einige größere Bauvorhaben in Planung, für die private Investitionen von über 500 Mio. US-Dollar benötigt werden und die Beschäftigungsmöglichkeiten und Aufträge für die palästinensische Bevölkerung und die heimischen Unternehmen mit sich bringen würden. Einen wirtschaftlichen Aufschwung verspricht auch die palästinensische IT-Branche, die sich von den Einschränkungen des Personen- und Warenverkehrs weitgehend ungehindert entwickeln kann. Für die Erholung der palästinensischen Wirtschaft ist es aber unumgänglich, dass die von Israel auferlegten Restriktionen gelockert werden und den palästinensischen Unternehmen so die Möglichkeit gegeben wird, sich frei zu entfalten. Dass positive und erfolgreiche Investitionen möglich sind, zeigen die international ausgerichteten Investmentkonferenzen in Bethlehem (Mai 2008) und kürzlich in Nablus (November 2008).
 

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