Samstag, August 19, 2017

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Pharmaindustrie

Die palästinensische Pharmaindustrie hat sich in den letzten zwei Dekaden stark vergrößert und wurde komplett neu strukturiert. Viele Fusionen der einzelnen Firmen haben letztendlich sechs größere Unternehmen hervorgebracht, die sich den Markt teilen. Über die Hälfte der lokalen Nachfrage wird durch diese einheimischen Unternehmen gedeckt. Alle diese sechs Unternehmen sind zur Zeit dabei, fortlaufende Trainingsprogramme zu absolvieren, die darauf zielen, die internationale Wettbewerbsfähigkeit dieser Unternehmen zu stärken. Die Erfolge sind offensichtlich: Eine palästinensische Firma besitzt inzwischen als einziges Pharmaunternehmen der Region die Lizenzen, ihre Produkte auf dem deutschen Markt vertreiben zu dürfen. 

Insgesamt vier der Unternehmen haben im Jahr 2008 zertifiziert bekommen, dass ihre Qualitätsstandards den internationalen Anforderungen entsprechen. 

 pharma

Chemische Industrie

Die chemische Industrie in Palästina fertigt vor allem Produkte aus folgenden drei Kategorien an: 

  • Seife: Die traditionelle Olivenölseife aus Nablus ist in der ganzen Region berühmt und hat auch weltweit  einen besonders guten Ruf. Die Fabriken liegen alle bei Nablus und decken den heimischen Bedarf zu 100%. Die Seife wird auch in andere Länder der Region exportiert. 
  • Farben: Der Sektor ist durch die Vielseitigkeit seiner Produkte gekennzeichnet. Gefertigt werden Farben auf Wasser- und auf Ölbasis, Industriefarben und Autolacke. Es gibt 10 größere Fabriken in Palästina, die etwa 25 - 30% der lokalen Nachfrage befriedigen können. 
  • Reinigungsmittel: Die Reinigungsindustrie deckt die Nachfrage auf dem heimischen Markt zu 50%. Produziert werden Reinigungsmittel in Puderform ebenso wie flüssige Substanzen, Leichtschäume zum Waschen der Hände, aber auch Mittel für Waschautomaten. 

 

Nahrungsmittelindustrie

Die Nahrungsmittelindustrie ist in der zweiten Hälfte der 1990er Jahr stark angewachsen, als der Anteil am heimischen Markt von 25% auf 30% angestiegen ist. Marktstudien zeigen, dass die durchschnittliche palästinensische Familie 42% ihres Einkommens für Essen ausgibt. Hier ist viel Raum, um eine wettbewerbsfähige Industrie zu entwickeln, die hochwertige Nahrungsprodukte herstellt und sowohl auf dem lokalen Markt vertreibt, als auch ins Ausland exportiert. 

 

Metallverarbeitung

Der metallverarbeitende Sektor deckt etwa 60 - 80% der Nachfrage des lokalen Marktes. In jüngerer Zeit werden auch zunehmend Produkte aus dieser Branche ins Ausland exportiert. Produziert werden u.a. Drähte, Nägel, Schweißdrähte, Büromöbel, Regalsysteme, Haushaltsutensilien, Industriewaagen, landwirtschaftliche Geräte, Maschinen und Werkzeuge. 

Textilindustrie

Der palästinensische Bekleidungs- und Textilsektor macht etwa 15% des im Produktionswesen erwirtschafteten Umsätze. Palästinensische Produzenten verkaufen etwa 70% ihre Waren auf dem lokalen Markt (das macht ca. 20% des Gesamtmarktes aus) und 20% werden nach Israel exportiert. In diesem Sektor bestehen gute Investitionsmöglichkeiten, um bisher noch nicht bestehende Direktverbindungen für den Export nach Europa oder in die USA zu etablieren. 

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